Die konformistische Rebellion der Wutbürger
Zur Occupy-Bewegung sei hier ausdrücklich auf einen hervorragenden Beitrag bei junesixon verwiesen:
http://junesixon.blogsport.de/2011/11/16/the-occupation-wasnt-televised-die-occupy-bewegung-ist-laengst-vereinnahmt/
Wenn Foucault sich diskursiv ausbreitet
Die Relativierung der Genitalverstümmelung an der Berliner Humbldt-Universität (HU) ist bereits seit längerem bekannt. Die HU brachte 2005 ein Sonderheft heraus, dessen Einleitung bereits an vielen Stellen kritisiert wurde, von Thomas Maul, Thomas Uwer oder Arvid Vormann. In diesem Heft findet sich auch ein Interview, das Sarah Diehl, bekannt für durschnittlich schlechte kritisch-feministische Artikel, mit Dr. Asili Barre-Dirie, Veterinärmedizinerin und Zweite Vorsitzende bei FORWARD e.V., und Fana Asefaw, Assistenzärztin in der Vivantes-Abteilung für
Kinder- und Jugendpsychiatrie im Humboldt-Klinikum Berlin und Mitglied bei
FORWARD Germany e.V., geführte hat.
Ein Auszug:
S: Wo liegt das besondere Problem der afrikanischen Frauen in Deutschland?
A: Die jungendlichen Afrikanerinnen, die hier groß geworden sind, sind sehr vehement
und auf eine rassistische Weise mit dem Thema konfrontiert, und ihr Selbstbewusstsein
ist nicht so gefestigt. Eine Frau, die aus Afrika hierher kommt, die fühlt, dass sie
besser ist als nicht beschnittene Frauen; da kannst du sagen, was du willst. Wenn du
ihr sagst: „Du bist doch verstümmelt“, dann sagt sie: „Nein, bin ich nicht, ich bin normal.“
Aber die jungen Afrikanerinnen, die hier geboren sind und vielleicht ihren kulturellen
Background nicht so gut kennen, die sehen dann im Fernsehen, wie über das
Thema geredet wird oder sie stehen an der Bushaltestelle und sehen das Plakat von
(I)NTACT, worauf steht: „Wer bei dieser Rasierklinge nur ans Rasieren denkt, hat
noch nie die Schreie eines Mädchens bei ihrer Beschneidung gehört.“ Was denken und
fühlen sie dann?
Was Asefaw sagen will: Es ist alles nur eine Frage der kulturellen Toleranz. Der wahre Schmerz, den ein Opfer von Genitalverstümmelung erlitten hat und der dann verdrängt und rationalisiert wird, interessiert sie nicht; das Schlimmste für die Opfer ist der Rassismus Weißen; darauf fokussiert man sich und gibt in einem Nebensatz lapidar zu, dass man das „nicht gut findet“ mit der „Beschneidung“, das Problem jedoch vor allem in angeblich diskriminierenden Thematisierungen durch die Mehrheitsgesellschaft liegt.
Asefaw beklagt dann auch an anderer Stelle:
Nach Aussagen meiner Interviewpartnerinnen müssen die FGC-Betroffenen hier in
Deutschland oft mit der paradoxen Tatsache leben, dass die Genitalbeschneidung, die
in ihrer eigenen Kultur identitätsstiftend und sozial integrierend ist und einen Schritt
zur vollständigen Weiblichkeit darstellt, sie in Deutschland jedoch zur „Unvollständigen“
und „verstümmelten“ Frau macht.
Man steigert sich im Interview dann zu solchen Vergleichen:
S: Es gibt ja auch Gesellschaften, bei denen man sich Narben beifügt, und da steht der
Schmerz auch nicht im Vordergrund, oder?F: Genau. Kein Mensch tut das ja, um jemanden zu verletzen. Das ist Nebensache und
steht nicht im Vordergrund. Es ist ein Schönheitsideal.S: Es gibt ja auch immer verrücktere Schönheitsoperationen bei Weißen, die auch
massive körperliche Beeinträchtigungen und Risiken mit sich bringen können, die aber
immer populärer werden.A: Ja, und die Frauen, die in Europa früher Korsette trugen, haben doch auch Schmerzen
gehabt. Oder Stöckelschuhe, das muss man ertragen, wenn man in bestimmten
Gruppen Anerkennung will.
Und Vanessa-Nino Kern hat geanz genau hingeguckt und folgende „Parallelen“ festgestellt:
Auch wenn der Vergleich von Genitalen Schneiden, Tattoos und Piercings etwas abwegig
erscheint, lassen sich jedoch augenfällige Parallelen feststellen.
Ähnlich wie das Genitale Schneiden von Mädchen und Frauen aus afrikanischen Ländern werden Piercings
und Tattoos ohne, oder nur mit minimaler, lokaler Betäubung durchgeführt.
Sie können einen Lebensabschnitt markieren oder Ausdruck eines temporären Lebensgefühls
sein, sind also vergleichbar mit Initiationen.
Meiner Forderung, die Linkspartei abzuschaffen, kann hiermit auch auf die Gender Studies übertragen werden. Darüber hinaus sieht man, wozu das postmoderne Denken führen kann.
Linkspartei abschaffen
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift KONKRET hat Philipp Schmidt einen interssanten Vorschlag gemacht:
Bodo Ramelow, Fraktionschef der Linken in Thüringen, hat sich mit einem ganz anderen, spektakulären Vorschlag weit aus dem Fenster gelehnt: Die Linkspartei solle das Existenzrecht Israels in ihrem neuen Grundsatzprogramm verankern. Was daraus werden könnte, scheint Ramelow bereits zu ahnen: „Es wäre schön, wenn wir uns darauf einigen könnten, das Existenzrecht Israels nicht zu debattieren.“ Ein frommer Wunsch, Herr Ramelow. Ich hätte auch einen: Es wäre schön, wenn wir uns darauf einigen könnten, einmal ernsthaft das Existenzrecht der Linkspartei zu debattieren.
Angesichts der jüngsten Entwicklung gilt es, den Vorschlag sofort in die Tat umzusetzen und jeden Zweifel zu beseitigen, der ohnehin nicht angebracht wäre. Erst agitierte Gysi, es gebe in seiner Partei zu viel Leidenschaft hinsichtlich der Israel-Kritik – was im Prinzip nur bedeutet, dass er ihnen vorwirft im Kern richtig zu liegen, jedoch hin und wieder zu übertreiben. IM Gysi will lediglich den Ton ändern um den Erfolg der Israel-Kritik zu gewährleisten, er selbst hat auch allerlei „Kritik“ zu äußern an Israel (siehe Lizas Welt). Dass es eine Transformation des Antisemitismus nach Auschwitz gab und gibt, entgeht einer Linken, die immer Avantgarde sein wollte, es jedoch nie war und wenn dann nur zufällig, wie sie auch zufällig kurzzeitig solidarisch mit Israel war. Man sollte nicht versuchen die Linkspartei von ihren Israelhassern zu befreien, denn sie gehören zu ihr. Die Partei selbst ist das Problem.
Nun hat die Linkspartei ihre heuchlerischen Bestrebungen, keinen Antisemitismus zu dulden, nach wenigen Tagen bereits wieder ad acta gelegt, wie Die Welt berichtet:
Für Unruhe sorgt auch ein Entwurf für einen zweiten Israel-Beschluss, den Fraktionschef Gregor Gysi bereits auf der letzten Fraktionssitzung angekündigt hatte. In dem Papier, das „Welt Online“ vorliegt, heißt es: „Es ist nicht hinnehmbar, wenn einer Kritik an der Politik der israelischen Regierung mit dem Vorwurf des Antisemitismus begegnet wird. Wir werden nicht zulassen, dass Mitglieder unserer Fraktion und Partei öffentlich als Antisemiten denunziert werden, nur weil sie die Politik der israelischen Regierung kritisieren.“
Die „inflationäre Verwendung des Begriffs des Antisemitismus“ schade dem Kampf gegen ihn, heißt es weiter. Die Linke werde auch weiterhin die Politik der israelischen Regierungen öffentlich kritisieren, „wann immer dies wegen deren Völker- und Menschenrechtswidrigkeit notwendig ist“.
Darunter versteht die Linke laut Papier unter anderem die Blockade des Gaza-Streifens, die israelische Siedlungspolitik sowie „die Weigerung der israelischen Regierung, konstruktiv an einer Zweistaatenlösung mitzuwirken“. Zum Schluss werden auch alle Mitarbeiter der Abgeordneten aufgefordert, sich für diese Positionen einzusetzen.
Wolfgang Pohrt sagt auf dem Konkret-Kongress am Anfang der 90er Jahre, dass ein Land mit einer solchen Linken eigentlich keine Rechte braucht. Dabei bleibt’s.
No future
Die ökologische Hysterie greift in Deutschland um sich. Die Mittelschicht wird grün, es baut Ampeln der Toleranz und schickt studierte Pädagogen, die ebenfalls grün-alternativ denken, auf die Straßen, um Jugendlichen den Verzicht zu predigen. Es droht eine Tyrannei der Mehrheit auch fernab der Institutionen.
Rainer Trampert hat in der Mai-Ausgabe der Zeitschrfit KONKRET die Zukunt beschrieben, die daraus folgt:
„Die Grünen sind nicht nur politisch dagegen, sie bilden auch das neue stabilisierende Kleinbürgertum, das Gerüst des Staates im Beamtenapparat, in Lehr- und Forschungseinrichtungen, Firmen und Institutionen aller Art. Grüne Kleinbürger verdienen genug Geld, um Biowein aus Südafrika zu beziehen und gegen ökobedingte Preissteigerungen reistent zu sein, sie werden Notverordnungen zustimmen und in ihrem Viertel wie Blockwarte die Nachbarn milde, aber bestimmt darauf aufmerksam machen, daß sie nach falscher Ernährung aussehen, Müll in die falsche Tonne gesteckt und noch immer keine Kinder haben.“
Nichts gelernt
Ein empfehlenswerter Vortrag von Magnus Klaue über den Bildungsbegriff, die elendigen Protestler und andere Sachen:
Zitat des Jahres
Rechtzeitig zum überschätztesten Fest des Jahres soll hier eine treffende Charakterisierung der Gender Studies zitiert werden. Sie stammt von Magnus Klaue:
Gender Studies
Einem aus den achtziger Jahren stammenden Gerücht zufolge ist alles, was das Wort Gender im Namen führt, mächtig kritisch und subversiv. Heute, da Kulturmanager mit ihrer »Genderkompetenz« protzen und Studenten suggeriert wird, nur wer in »gendersensibler Sprache« geschult sei, könne auf dem Arbeitsmarkt bestehen, ist hingegen längst evident, worum es sich bei den Gender Studies im Gegensatz zur ehrwürdigen Frauenforschung handelt: um ein von autistischen Psychogurus ersonnenes Hirntrübungs- und Sprachvernichtungsprogramm, das jeden zwischenmenschlichen Austausch mit Binnen- und Balken-I’s, autoritärem Toleranz- und Respektkauderwelsch, leerlaufender Ja-aber-Dialektik und säuerlichen poststrukturalistischen Mundspülungen unmöglich macht. »Sensibel« spricht den Genderideologen zufolge nur, wer sich niemals festlegt, jede Negativität aus dem eigenen Denken austreibt und jeden Unsinn in den eigenen Sprachmüll integriert. Kurz gesagt, wer Denken und Sprechen verlernt hat. Da genau dies die »Intellektuellen« von heute auszeichnet, dürften die Gender Studies eine große Zukunft haben.
Magnus Klaue
The Neighborhood Bully
Auf dieses Lied von Bob Dylan wies jüngst Justus Wertmüller in Bonn hin, weil er es als treffende Beschreibung der Situation Israels sieht. Wer die Lyrics liest, der sieht: er hat recht.
Well, the neighborhood bully, he’s just one man
His enemies say he’s on their land
They got him outnumbered about a million to one
He got no place to escape to, no place to run
He’s the neighborhood bullyThe neighborhood bully just lives to survive
He’s criticized and condemned for being alive
He’s not supposed to fight back, he’s supposed to have thick skin
He’s supposed to lay down and die when his door is kicked in
He’s the neighborhood bullyThe neighborhood bully been driven out of every land
He’s wandered the earth an exiled man
Seen his family scattered, his people hounded and torn
He’s always on trial for just being born
He’s the neighborhood bullyWell, he knocked out a lynch mob, he was criticized
Old women condemned him, said he should apologize.
Then he destroyed a bomb factory, nobody was glad
The bombs were meant for him. He was supposed to feel bad
He’s the neighborhood bullyWell, the chances are against it and the odds are slim
That he’ll live by the rules that the world makes for him
’Cause there’s a noose at his neck and a gun at his back
And a license to kill him is given out to every maniac
He’s the neighborhood bullyHe got no allies to really speak of
What he gets he must pay for, he don’t get it out of love
He buys obsolete weapons and he won’t be denied
But no one sends flesh and blood to fight by his side
He’s the neighborhood bullyWell, he’s surrounded by pacifists who all want peace
They pray for it nightly that the bloodshed must cease
Now, they wouldn’t hurt a fly. To hurt one they would weep
They lay and they wait for this bully to fall asleep
He’s the neighborhood bullyEvery empire that’s enslaved him is gone
Egypt and Rome, even the great Babylon
He’s made a garden of paradise in the desert sand
In bed with nobody, under no one’s command
He’s the neighborhood bullyNow his holiest books have been trampled upon
No contract he signed was worth what it was written on
He took the crumbs of the world and he turned it into wealth
Took sickness and disease and he turned it into health
He’s the neighborhood bullyWhat’s anybody indebted to him for?
Nothin’, they say. He just likes to cause war
Pride and prejudice and superstition indeed
They wait for this bully like a dog waits to feed
He’s the neighborhood bullyWhat has he done to wear so many scars?
Does he change the course of rivers? Does he pollute the moon and stars?
Neighborhood bully, standing on the hill
Running out the clock, time standing still
Neighborhood bully
Utilitarismus und Determinismus
»Sofern der Tod eines behinderten Säuglings zur Geburt eines anderen Säuglings mit besseren Aussichten auf ein glückliches Leben führt, dann ist die Gesamtsumme des Glücks größer, wenn der behinderte Säugling getötet wird.«
Peter Singer hat diesen Satz formuliert. Singer ist der Ideengeber der Tierrechtsbewegung, die Tiere mit Menschen gleichsetzt, ohne die Fähigkeit des Menschen, seine Natur zu reflektieren und ethisch zu handeln, zu berücksichtigen. Unterstützung erfährt man dabei auch aus sogenannten humanistischen Kreisen, vertreten durch Michael Schmidt-Salomon, einem Dummatheisten, der jeder Religionskritik der Aufklärung Gewalt antut, wenn er sich auf sie bezieht. Schmidt-Salomon, dessen heimlicher Gott Richard Dawkins ist, der Fragen nach dem Warum ablehnt, hält Moral für grundsätzlich falsch, ein Täter kann nicht anderes, als er gehandelt hat. Der Mensch wird degradiert zum Wesen, das einem blinden Naturtrieb folgt, die Natur überwindende Natur des Menschen geleugnet – und das von Anhänger der Evolutionslehre, die doch zumindest das Potential enthält, zu zeigen, dass der Mensch sich aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit befreien kann, in dem er das transzendentale Moment dieser seiner Natur begreift Es ist somit kein Wunder, dass Salomon dies schreibt:
Die meisten Menschen dürften auf die mittlerweile gut begründete Entzauberung der Willensfreiheitshypothese mit Unverständnis, Widerwillen und starkem Unbehagen reagieren. Zu sehr haben wir uns an die Vorstellung gewöhnt, wahrhaft freie Individuen zu sein, denen jederzeit beliebige Wahloptionen offen stehen. Würde man an dieser Vorstellung rütteln, müssten wir unser Selbstverständnis als Personen von Grund auf revidieren, unsere tradierten Auffassungen von Moral, Verantwortung, Würde und Anstand würden zusammenbrechen.
So schlimm das auch klingt, es kann durchaus sein, dass ein solcher tief greifender Wandel aus humanistischer Perspektive das Beste wäre, was uns passieren könnte. Denn die Befreiung von der Idee der Willensfreiheit könnte uns den Weg zu einer Kultur des echten Verständnisses ebnen – und das wäre ein entscheidender Schritt, um die verheerende Gewaltspirale zu überwinden, die die menschliche Geschichte im Großen wie im Kleinen geprägt hat. Man bedenke: Jede Schandtat wird noch um einiges schändlicher, jedes Grauen um einiges grauenhafter, wenn wir unterstellen, dass die Täter sich frei dazu entschlossen haben. Erst wenn wir einsehen, dass sich jeder Mensch – ob Opfer oder Täter – nur so verhalten kann, wie er sich zum gegebenen Zeitpunkt verhalten muss, haben wir eine reale Chance, aus dem von Rachegedanken geprägten, moralischen Automatismus von Schuld und Sühne auszubrechen. Echtes Verständnis macht moralische Verurteilung unmöglich. Je genauer wir hinsehen, desto klarer erkennen wir, dass die Täter stets auch Opfer der Geschichte sind.
Unfassbar!, wird da wohl so mancher einwenden wollen, soll das etwa heißen, dass menschenverachtende Diktatoren wie Adolf Hitler oder Josef Stalin im Grunde moralisch unschuldig waren? Sollen wir uns wirklich damit abfinden, dass diese Halunken in Wahrheit arme Kerle waren, die einfach nicht anders konnten, als sie konnten? Auch wenn sich das Herz jedes eifrigen Moralisten darüber böse empören mag, die Antwort lautet: Ja! „
http://www.schmidt-salomon.de/hoffillu.htm
Sarrazins nützliche Idiotin
Über Thilo Sarrazins zum Teil rassistischen Unsinn und die Dummheiten seiner Kritiker ließe sich vieles an anderer Stelle schreiben. Necla Kelek beweist jedoch, dass sie keine Ahnung von den Aussagen Sarrazins hat. Denn selbst, wenn er in kleinen Teilen aus den falschen Gründen recht hat, so hat er im Kern doch nicht recht, es sei denn man stimmt dem ganzen Quatsch bezüglich der Erblichkeit zu:
Fair Play
Hamburg – Vorfall bei den Olympischen Jugendspiele in Singapur: Beim Taekwondo-Turnier am ersten Wettkampftag hat der Iraner Mohammed Soleimani darauf verzichtet, im Finale gegen den Israeli Gili Haimovitz anzutreten. Auch zur Siegerehrung erschien der Iraner nicht. Da er anschließend ein ärztliches Attest vorlegte, wurde er jedoch nicht disqualifiziert und darf die Silbermedaille behalten. „So schnell erreichen die politischen Probleme, die den Erwachsenensport tangieren, auch die Jugendspiele“, sagte Helmut Digel, offizieller Beobachter des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).
Die israelische Teamführung zeigte sich trotz der Freude über die Goldmedaille enttäuscht über die Absage des Finals. „Wir wussten, dass der Iraner das Finale wohl gewonnen hätte und wussten auch, dass er nicht antreten würde“, sagte der Teamchef der israelischen Jugendspiele-Delegation, Daniel Oren. „Das ist ihr System. Wir haben die Medaille, wir hätten sie aber lieber im Wettkampf gewonnen.“
Es ist nicht das erste Mal, dass Sportler des Irans, der den Staat Israel nicht anerkennt, bei Olympia nicht gegen israelische antreten durften. So verzichtete 2008 in Peking der Schwimmer Mohammad Alirezaei auf einen Start im Vorlauf, weil in diesem Lauf auch der Israeli Tom Beeri gemeldet war. 2004 in Athen fuhr Arash Miresmaeili nach Hause, da ihm als Gegner in der ersten Runde der Israeli Ehud Vaks zugelost worden war. Um mögliche Sanktionen zu vermeiden, erschien er zum Wiegen mit zwei Kilo Übergewicht.

